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Häuslerschenke Rachlau

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Als Häusler bezeichnete man früher Kleinstbauern mit eigenem Haus, aber nur wenig Grundbesitz.

Die aus dem Feudalismus stammende Bezeichnung kennzeichnet  Besitzer kleinster Anwesen (Häuslerei), Dorfbewohner, die über wenig oder gar kein Vieh verfügten. Die dörfliche Gemarkung war im 16. Jahrhundert bereits weitgehend aufgeteilt, so dass für die Häusler oft nur Erwerbsmöglichkeiten als Kleinhandwerker, Dienstboten, Schulmeister oder Hirten übrig blieb. Dennoch bedeutete für sie der Hauserwerb einen sozialen Aufstieg.

Häusler waren im 19. Jahrhundert eine Übergangsform zum Tagelöhner bei den jeweiligen Grundherren und sie waren auf diesen Nebenerwerb angewiesen, da der eigene landwirtschaftliche Besitz nicht zum Lebensunterhalt ausreichte. Dennoch galten sie als freie Arbeiter im Gegensatz zu den Leibeigenen, standen aber im Regelfall am Rande oder außerhalb.

Lt. Eintrag im hist. Ortsverzeichnis von Sa. lebten in Rachlau

1568 -  11 besessene Mann (Ackerbauern) & 3 Häusler

1777- 12 besessene Mann & 8 Häusler

Ortsnamen Formen:

1374/13832 – Rachelow; 1419 Rachlau; 1585 Rachla

1635 Rachlo; 1759 Rachlau; 1936 bis 1947 Wiesdorf

ab 1947 wieder Rachlau